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Der Pfahl - 150 km langer Quarzgang durch den Bayerischen Wald

Der Pfahl besteht aus Quarz, welcher sich als hydrothermale Gangbildung vor etwa 275 Millionen Jahren in die bereits vorhandene Bruchstruktur absetze. Der Pfahl bildet heute einen 150 km langen und 10 bis 40 m hohen Härtlingszug. Der weiß schimmernde Pfahlquarz besteht bis zu

98 % aus Kieselsäure, gelbliche bis rötliche oder graue Farbgebungen werden durch Eisenverbindungen und Verunreinigungen verursacht.


Im Nordwesten beginnt der Pfahl in der Oberpfalz, passiert das Stadtgebiet Chams südwestlich und führt nach Südosten über Viechtach, Regen und Freyung bis ins oberösterreichische Mühlviertel. Der Quarz tritt nur an wenigen Stellen an die Oberfläche, ansonsten ist der Pfahl vor allem als Höhenzug erkennbar.

Seiner Festigkeit wegen fand der Pfahlquarz Verwendung als Schotter im Straßenbau. Das im Quarz enthaltene Silizium diente zuletzt auch zur Herstellung von Mikrochips und Solarzellen.

Das Quarzschotterwerk Viechtach wurde 1892 betrieben. 1928 wurde für den Transport des Materials zur Quetsche eine Seil- und Schienenbahn errichtet, die das gebrochene Gestein bis 1967 in fünfzehn hängenden Loren ins Tal transportierte. An der Bergstation lösten sich die Loren vom Transportseil und wurden an einer Schiene zu den Ladeklappen gefahren, aus denen die Steine in die Loren rutschen.

Anschließend wurden die Loren wieder ins Zugseil eingeklinkt und fuhren ins Tal. Für den Betrieb der Verladestation waren drei Mann notwendig, täglich konnten so im 2 Minuten Takt bis zu 300 Loren beladen werden.



 
 
 

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